Auf geht’s nach Fraser Island
Direkt nach dem Aufstehen dürfen wir uns noch ein Sicherheitsvideo reinziehen. Dieses handelt u.a. vom Autofahren auf Fraser und andere Gefahren wie gefährliche Tiere z.B. die 6 gefährlichsten Schlangen der Welt, Haie, Dingos die man alle samt auf Fraser findet. Danach geht es ab in die Jeeps zur Fähre. Ganz wichtig für Fraser Island ist das Wetter in den kommenden Tagen. Aber um das ganze vorweg zu nehmen bis auf den letzten Tag hatten wir zwei Tage lang echt super Wetter. Unsere Reisegruppe besteht insgesamt aus 26 Leuten und 4 Jeeps.
Es ist Selfdriving angesagt was bedeutet, dass alle 3 Jeeps dem Leader führen müssen. Der Leader kennt sich bestens auf Fraser aus, gibt Ratschläge und macht Vorschläge für weitere Highlights auf Fraser Island. Wir dürfen also selbst entscheiden wo, wann und wie lange wir an einem Ort bleiben. Nach ca. 20 Minuten Fahrtzeit mit der Fähre, kommen wir auf Fraser Island an. Wir starten an der Ostseite und machen uns erst mal auf durch das mit Pflanzen und Bäumen bewachsene Inselinnere. Wir folgen also der hügeligen Sandstraße bis zur Central Station. Was hat Central Station zu bieten??? Im Prinzip für uns nicht viel Neues. Gaaaanz viel Regenwald Atmosphäre.
Auf Fraser Island gibt es viele Seen die im Inneren zu finden sind. Der größte ist Lake McKenzie. Hier heißt es kurz erfrischen im kühlen und klaren Wasser, etwas im Sand relaxen und ein kühles Blondes genießen.
Danach geht die Safari weiter Richtung Ostküste der Insel, wo sich auch unser Campingplatz für die nächsten zwei Nächte befindet. Gegen späten Mittag erreichen wir unseren Campingplatz der direkt hinter einer kleinen Düne am Strand gelegen ist. Einige Klamotten ablegen und dann machen wir uns nochmal auf zum nächsten Highlight. Wir fahren mit unseren Jeeps auf dem Strand, ehe wir anhalten und einen dreißig minütigen Walk landeinwärts vor uns haben.
Dieser führt also vom Strand weg, durch bewachsenes Gebiet bis wir auf einmal wie aus dem nichts vor einer riesigen Fläche feinem „Sand“ stehen bleiben.
Wir gehen wieder einige Zeit durch den Sand, während das Meeresrauschen schon länger nicht mehr zu hören ist. Dann bleiben wir mal wieder stehen, weil wieder wie aus dem nichts auf einmal ein See auftaucht.
Natürlich haben wir alle Schwimmsachen dabei und gehen im See schwimmen. Leider bleibt nicht mehr so viel Zeit ehe es dunkel wird, deshalb müssen wir diesen genialen Ort zeitig verlassen. Also ab Marsch zurück zu den Jeeps und danach ins Camp. Inzwischen treibt uns auch schon der Hunger. Ein geniales BBQ steht uns bevor. Heute machen wir leckere Burger und Würstchen.
Alles ist perfekt gute Stimmung im Camp, leckeres Essen, gekühltes Bier wären da nur nicht diese nervigen Stechfliegen überall. Die treiben den ein oder anderen schon in den Wahnsinn. Auch wenn manche einfach nicht glauben wollen das die Viecher mehr von Blau als von allen anderen Farben angezogen werden. Ein Teil der Gruppe ist nach dem Essen so platt und geht relativ zeitig schlafen. Andere bleiben noch länger wach und trinken noch bis in die Nacht hinein. Jaaa wir gehören zur ersten Gruppe, obwohl einer der Jungs ab zwölf Geburtstag hat. Aber da Basti auch zur gleichen Zeit schlafen geht ist das in Ordnung. So feiern wir seinen Geburtstag einfach morgen. Am nächsten Morgen werden wir dann relativ zeitig von der Sonne und der Hitze im Zelt geweckt. Dann heißt es Kraft für den Tag tanken bei einem leckeren Frühstück next to the beach. Heute wollen wir den Norden der Insel erkunden. Es dauert etwas bis auch die letzten erwacht und Abfahrbereit sind. Wir werden heute wohl viel am Strand entlangfahren bis wir am Nachmittag die Nordspitze erreichen. Erster Stop ist das Wrack des Luxusliners, dessen Namen wir über die Zeit leider schon vergessen haben. Auf jeden Fall liegt das Schiff schon über 50 Jahre dort.
Danach halten wir noch an einem heiligen Platz der Aborigines an. Sandsteingebilde aus über 70 unterschiedlichen Farben. Erste Frage: "Wer hat die alle gezählt?"
Wir erreichen langsam die Nordspitze.
Dort machen wir für einige Zeit Rast in den Champagnerpools. Es wird relaxt und leider kein Champagner getrunken.
Danach ist Mittagessen angesagt. Wir haben uns leckere Sandwiches gemacht und dazu wird mit einem kühlen Pils auf Bastis Geburtstag angestoßen. Gestärkt geht es dann rauf zum Lookout.
Am Nachmittag müssen wir uns dann wieder auf Richtung Campingplatz machen. Unterwegs halten wir nochmal an und gehen vom Strand aus einen kleinen Creek (Süßwasserfluss) hinauf der später ins Meer läuft. Dieser wird weiter oben immer schmaler und schließlich müssen auch Basti, Marco und Daniel es aufgeben, denn es ist kein durchkommen mehr.
Der Rückweg ist relativ entspannt es wird sich einfach treiben gelassen bis ans Ende ins Meer.
Als wir im Camp zurück sind relaxen wir etwas, bereiten das BBQ vor, trinken ein paar Bier und quatschen dabei etwas.
Nach dem wundervollen BBQ mit allem drum und dran incl. des Kangoroofleisches wird der Goon ausgepackt, Circle of Death gespielt und einige haben dann nachher sogar noch das Tanzbein versucht zu schwingen, während andere sich langsam ins Bett begaben.
Am letzten Tag auf Fraser stand nicht mehr viel auf dem Programm. Wir mußten um zwei Uhr die Fähre zurück aufs Festland erwischen. Bis dann alle aufgewacht waren und wir das Camp aufgeräumt hatten brachen wir dann auf. Es war schon spät am Morgen und wir wollten noch einen Stop am Lake McKenzie einlegen der auf dem Weg zur Fähre liegt. Leider ist das Wetter heute sehr bescheiden. Es regnet mal wieder. Doch wir sind glücklich, dass wir gutes Wetter hatten. Was andere nicht behaupten können, denn wir treffen am See auf einige alte Bekannte die heute ihren ersten Tag auf Fraser haben. Leider sollte sich das Wetter nämlich in den kommenden Tagen nicht mehr ändern. Lucky us!!! Also zurück aufs Festland leider schnell noch einen Papagei töten der tragischer Weise gegen unser Seitenfenster und dann rein ins Auto geflogen ist. Uns blieb leider nichts anderes mehr übrig als das halbtote Tier zu erlösen. Zurück im Palace Hotel haben wir uns dann noch überlegt eine Nacht hier zu bleiben und am nächsten Morgen mit den beiden Holländern, die auch heute aus Fraser wiederkommen, weiterzufahren. Da wir so gut wie nichts mehr von unserem eingeplanten Essen auf Fraser übrig hatten, haben wir am Abend mit einer Gruppe bei Pizza Hut „All you can eat“ bestellt.
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